Europatag 2010 in Obertshausen

‐ Krambambuli ist kein Heilmittel eines zentralafrikanischen Indianerstamms, Chorizo kein spanischer Fußballspieler und Kolbasti nicht etwa eine schweizer Gemüsepfanne. Von Michael Prochnow

Wer mit offenen Augen und Ohren am Sonntag über den Europatag geschlendert ist, kennt diese Spezialitäten: Es handelt sich um einen klaren Schnaps aus Österreich, den die Landfrauen aus der Partnerstadt Laakirchen ausschenkten, sowie um die Paprikawurst, die der spanische Elternverein neben Paella sowie einem Tapas-Teller feilbot. Kolbasti dagegen begeisterte vor allem die jugendlichen Besucher: Mädchen der Gruppe Mozaik aus den Reihen des Türkisch-Deutschen Kultur- und Freundschaftsvereins haben sich wieder formiert und die sehr populäre Mischung aus Break Dance und Hip-Hop einstudiert.

In der Stadt Trabzon war es die Kurzform der Warnung, „Polizei im Anmarsch!“ Das war am Bürgerhaus nicht notwendig, fast 20 Vereine waren mit landestypischen Choreographien und Leckereien an Ständen und auf der Bühne vertreten und feierten in großer Eintracht. Unter den Darbietungen auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, wurden Stammgäste des Festes von neuen Gruppen und Tänzen überrascht. Neben flotten Schritten der türkischen Mädchen brachten „Die elf Babb scher“ frischen Schwung ins Programm.

© Michael

Erstmals stand eine Gruppe des Obertshausener Karnevalvereins „Die elf Babbscher“ auf der Bühne, tanzte zum „Känguru-Lied“.Die künftige Garde forderte das Publikum auf, „Hört gut zu, jetzt kommt das singende Känguru!“ Die Gruppen Unlimited und Maindreamteam aus Offenbach kombinierten ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft eine Show verschiedener Tanzstile aus aller Welt. Über den Atlantik entführten auch die Rainbow Riders aus Obertshausen und der Square Dance Club Rodgau, dessen Figuren ein „Caller“ live und unvermittelt während des Auftritts ansagte. Positiv registrierten die regelmäßigen Besucher zudem, dass auch traditionelle Folklore das Interesse der Kinder und Teenager weckt.

Beim A. S. Pie‘ Ve loce und bei der portugiesischen Gemeinschaft Sta. Marta, die stets ihre eigenen Musiker mitbringt, standen die Jüngsten mit auf der Tanzfläche, kaum dass sie Laufen können. Auch für die Formationen des spanischen Elternvereins und der Griechen von „Megas Alexandros“ lassen sich immer wieder Mädchen und Jungen gewinnen. Erstmals waren auch Jugendliche der griechischen Gemeinde in Offenbach dabei. Sehr schnelle Schrittwechsel kennzeichnen die Kultur der Aleviten, die ebenfalls von junge Leuten vermittelt wurde.

Souflaki, Börek und österreichische Krapfen

Den Auftakt hatte das TGS-Jugendblasorchester begleitet, die Europa-Union informierte und lud wie die Jugendförderung der Stadt zu Spielen ein: Styropor-Schiffe sägen, Tischkicker und Torwandschießen waren angesagt. Die jubilierende Initiativgruppe „terre des hommes“ verkaufte Artikel des Kinderhilfswerks und lockte mit einer Tombola.

Zu den langjährigen Begleitern des Europatags zählen Schüler aus dem Ernährungsbereich der Georg-Kerschensteiner-Schule, die im schattigen Foyer des Bürgerhauses internationale Kuchenspezialitäten servierten.

Über die Tempelhofer Straße zog der Rauch der portugiesischen Fischbraterei, von Souflaki, Börek und österreichischen Krapfen, die vor Ort zubereitet wurden wie Lämmer und Spanferkel der Kroaten. Die zeigten am Abend auch die größte Ausdauer.

Quelle: Offenbach Post

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