„Gulianos Traum“

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Um 2000 Euro „Gulianos Traum“ näher sind jetzt seine Mama Andrea Pennisi,
ihre Familie und Freunde. Sie wollen dem siebenjährigen ehemaligen Obertshausener,
der jetzt in Rödermark lebt, einen Treppenlift ermöglichen. Giuliano
leidet an dem seltenen 4H-Syndrom und an einer Erkrankung der kleinen Blutgefäße,
was seine Mobilität immer mehr einschränkt. Beim Orthopädie-Schuhmachermeister
Andreas Jagic nahm Mama Andrea das Geld entgegen, das beim
Erlebnis-Sonntag des Kreises freundlicher Fachgeschäfte (KFF) bei einer Benefizaktion
auf dem Hausener Markplatz zusammenkam. Mehrere Mitgliedsfirmen
des Kreises und Vereine hatten sich daran beteiligt. Die Akteuere luden nicht nur
Kinder auf einen Barfuß-Pfad, in ein Bälle-Bad und zum Schminken ein, verkauften
spanische Tapas und andere Leckereien und baten um Spenden. Durch die
quälende Hitze hielt sich jedoch der Besuch in Grenzen. Das Foto zeigt neben
dem Jungen und seiner Mutter Andrea (vorne rechts) die Krankenschwester Cristina
Lieb sowie (stehend von links) Carmen Paz und Erika Soler vom spanischen
Elternverein, Gastgeber Andreas Jagic, Petra Scondo von der Maingau Energie
und Gudrun Berg von Bad Vital bei der Scheckübergabe.

Text/Foto: pro Quelle: Heimetbote 17.11.2016

Spanien ist Teil Obertshausens

Elternverein feiert 35-jähriges Bestehen

Spanien ist Teil Obertshausens

Quelle: 19.09.16  Offenbach Post +Link

Zur spanischen Kultur gehört auch der Flamenco, der zum Fest getanzt wurde.Zur spanischen Kultur gehört auch der Flamenco, der zum Fest getanzt wurde. © M.

Obertshausen – 35 Jahre – kein großes Jubiläum, aber Gelegenheit zu einem stimmungsvollen Rückblick. Von Michael Prochnow 

Beim spanischen Elternverein fällt der freilich temperamentvoll-musikalisch aus: Die „Asociacion de Padres de Familia“ erweiterte ihr traditionsreiches Weinfest um einen Feiertag mit einem akademischen Akt und viel Prominenz. Allein das südländische Wetter fehlte. Die Spanier mussten in Kleinkunstsaal, Foyer und Innenhof umziehen. Dabei war das Gelände vor dem Bürgerhaus in einen Festplatz verwandelt – mit Schiffsschaukel, Süßwaren-Stand und Bühne. Zur Atmosphäre gehörte vor allem Musiker Roberto Moreno, der mit spanischen und südamerikanischen Rhythmen alle Generationen bewegte. Gestern begleiteten das Duo Alma de Fuego und die Big Band der Karl-Mayer-Werkgemeinschaft die Geselligkeit im Bürgerhaus. An den Theken schenkten Vereinsmitglieder gute Tropfen aus den Anbaugebieten Rioja, La Mancha und Galicien aus. Und natürlich gab es, neben anderen Spezialitäten, Paella. Neben der Kasse konnte man für Giuliano spenden, den siebenjährigen Rödermarker, der an einer unheilbaren Krankheit leidet und einen Treppenlift benötigt.

„Wo ist die Zeit geblieben?“, fragte Luis Galvez, der den Elternverein gründete und seit mehr als 30 Jahren führt. Er ließ rund 50 Jahre spanische Kultur in Obertshausen Revue passieren. 1963 gründete sich in Hausen eine spanische Fußball-Mannschaft. Man traf sich im Schwesternhaus St. Josef, doch schon bald war das Pfarrheim zu klein. Also übernahm die Gruppe das geschlossene Kino in der Krone, das funktionierte aber nur bis 1969: Die „hitzigen Spanier“ feierten bis spät in die Nacht, Anwohner rebellierten, der Verein löste sich auf.

1971 waren die Spanier wieder da, erneut mit Fußballern, diesmal bei der Teutonia. Sie kickten nun erst in einer eigenen spanischen Hessenliga, später wieder in der deutschen, diese Episode endete 1979. Der Pfarrgemeinderat Hausen, in dem Galvez saß, organisierte eine Weihnachtsverlosung. Mit den Einnahmen wurden Geschenke für spanische Kinder besorgt. Im Januar folgte die erste Dreikönigsfeier.

„Wir müssen was machen“, erkannten die Südländer. Es folgte ein Maskenball, und wieder platzte der Saal aus allen Nähten. Im Oktober 1981 gründete sich dann der aktuelle Verein. Durch Bürgermeister a. D. Robert Roth und Ex-Parlamentschefin Hildegard Bühl wurde ein Raum an der Goethestraße gefunden, in dem das Vereinsleben florierte. Die Ziele waren klar formuliert, der Verein sollte Freizeitgestaltung bieten, spanische Werte und Gepflogenheiten pflegen, das Zusammenleben mit anderen Bürgern erleichtern, kulturelle und sportliche Veranstaltungen realisieren. Die „Asociacion“ unterhält „beste Kontakte zu Stadt, Kreis, Vereinen und hessenweiten Organisationen. Galvez dankte den Bürgermeistern und seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung.

Auch der Bundestagsabgeordnete Peter Wichtel hat die Entwicklung des Jubiläumsvereins begleitet, würdigte in besonderer Weise das Wirken von Luis Galvez. Ismail Tipi aus dem Landtag kennt nach eigenen Angaben kaum einen anderen Verein, der so engagiert ist, „ihr packt einfach zu, und das ist es, was eure Gemeinschaft ausmacht“. Heide Heß überbrachte die Grüße des Landrats und die Botschaft, „eure Feste sind sehr angesagt“. Die Spanier vertraten den Kreis mehrmals bei Hessentagen. Erster Stadtrat Michael Möser gratulierte für den Magistrat, erinnerte sich an den „Mann mit Bart“. Galvez und die „Asociacion“ habe „Kultur nicht nur Kindern, sondern ganz Obertshausen vermittelt“, lobte Möser, „die spanische Kultur ist ein Stück von Obertshausen.

Pressebericht Waldfest 2015

Obertshausen – Mehr geht nicht! Der Waldfestplatz an der Badstraße wird zwar nur noch von einem Verein genutzt. Dessen Fete aber hat es in sich: Das spanische Waldfest des Elternvereins war vor allem am Samstagabend Treffpunkt von Besuchern.

Gerade junge Leute genossen die Stimmung mit dem unermüdlichen Robert Moreno. Der temperamentvolle Gitarrist und Sänger wurde von einem Künstler am Schlagwerk unterstützt; feurige Rhythmen verlängerten den Auftakt der Kult-Feier bis in die frühen Morgenstunden vor der Bühne. Die war diesmal wieder unter Eichenlaub auf dem Festplatz errichtet, weil auf dem Parkplatz die Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber steht. Mehrere Flüchtlinge packten mit an. Luis Galvez, Vorsitzender der Asociaion de Padres de Familia, bedankte sich auch bei den Helfern von FC Teutonia und FC Croatia, Theaterclub Lachmal, Sängervereinigung, Junger Union und TGS Hausen. Die Spanier unterstützen ihrerseits Veranstaltungen dieser Vereine. Doch trotz der fast 100 Aktiven bildeten sich immer wieder lange Warteschlangen vor den Kassen, Käse-, Wurst- und Schinkenteller sowie zwölf Paellas waren früh ausverkauft. Zum Frühschoppen brachten gestern Tom Jet & The Starlighters die Besucher in Laune, nachmittags traten bei herrlichem Wetter die Folklore-Tänzerinnen der Gastgeber auf.

[Quelle: Offenbach Post]

„Giganten“ und ein Spanier

Obertshausen – Es war nur eine Frage der Zeit, bis die beiden heimischen Formationen, die regelmäßig viele Fans begeistern, gemeinsame Sache machen.Von Michael Prochnow

Viel getanzt wurde beim deutsch-spanischen Schlagerfestival im Bürgerhaus Hausen nicht nur als Tom Jet und die Schlagergiganten auf der Bühne standen. - Foto: Michael Erstes deutsch-spanisches Festival der Schlager im Bürgerhaus Hausen gefeiert. Tom Jet und Roberto Moreno begeistern tanzendes Publikum mit Stimmungshits.© Michael

Viel getanzt wurde beim deutsch-spanischen Schlagerfestival im Bürgerhaus Hausen nicht nur als Tom Jet und die Schlagergiganten auf der Bühne standen.

Tom Jet und seine Schlagergiganten verstehen sich auf deutschsprachige Stimmungshits, Roberto Moreno versprüht das feurige Temperament der Menschen südlich der Alpen. Am Samstagabend vereinten sie ihre unterschiedlichen Musikstile zum ersten deutsch-spanischen Schlagerfestival im Bürgerhaus.

Dabei war der Anlass für die Idee eine kleine Katastrophe. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte der spanische Elternverein sein Waldfest im Mai abbrechen müssen. Moreno war nach dem Bieranstich am Samstagabend noch zum Zug gekommen, doch der Frühschoppen mit Tom Jet & The Starlighters war dem Dauerregen zum Opfer gefallen. Mit Luis Galvez, Vorsitzender der Gastgeber, war der Plan für ein zweisprachiges und multikulturelles Musiktreffen rasch spruchreif.

Terminüberschneidung kostet Gäste

Nun war es also soweit, doch aller Anfang ist schwer, das weiß auch der Vorstand des Elternvereins. Der große Saal an der Tempelhofer Straße war gut besucht, aber nicht voll. In Frankfurt lief ein größeres spanisches Fest, das wohl einige seiner Landsleute dem Schlagerfestival vorgezogen haben, vermutete Galvez. Thomas Jeuter alias Tom Jet wusste, dass viele Fans seiner Gruppe beim Jubiläum des Oldie-Clubs tanzten. Und im Capitol sang die diesjährige DSDS-Gewinnerin, fand man einen weiteren Grund dafür, dass die neue Aktion der „Asociacion de Padres de Familia“ noch ausbaufähig ist. Die Stimmung aber stimmte vom ersten Takt an.

„Man muss eben manchmal auch etwas Neues wagen“, meinte Galvez und war sich mit Jeuter einig. Der Kulturverein und sein Vorsitzender, zugleich Initiator des Vereinsrings, zeigen sich schon lange offen für Kooperationen. Mit Erfolg: Fehlende Helfer aus den eigenen Reihen werden durch Teams aus anderen Vereinen ersetzt, bei deren Veranstaltungen die Südländer dann mit anpacken.

Den Toten Hosen folgt Tim Toupet

„An Tagen wie diesen“, gewannen die Schlagergiganten das gut gemischte Publikum rasch. Mit großer Nähe zum Original, wie von Tom Jet gewohnt, interpretierten die Musiker in einem Medley Hits von Howard Carpendale: „Das schöne Mädchen“ und „Schubidamdam“ klang es von der Bühne.

Viele Besucher auf der Tanzfläche genügen dem Bandleader nicht, er möchte sie auch bewegen, etwa beim „Fliegerlied“. Und wer die Choreographie des Fastnachtsschlagers nicht drauf hat, der konnte an anmutige Tänzerinnen auf Podesten hinter den Musikern halten. Mia und Lucy schwangen Arme und Hüften in Glitzerkleidern. Sängerin Cristin im blutroten Kleid gefiel auch mit Hits von Helene Fischer.

Auf dem Parkett waren es die Obertshausener von der iberischen Halbinsel, die den Ton angaben. Roberto Moreno startete mit wohlbekannten Titeln: „Eviva Espana“, „La Bomba“, „Macarena“ und „Besame Mucho“. Der Vollblutmusiker versprühte sofort eine mitreißende Atmosphäre, gefiel durch gut abgemischte Playbacks, mit Salsa und Paso Doble.

„Applausen Siiiiiieee“, feierte sich Moreno. Zum Finale holten die Akteure dann noch Luis Galvez ins Rampenlicht. Er sang „Porompompero“ und vom Eselchen, „Borriquito“. Mathias Reims Ruf „Verdammt, ich lieb dich“ wirkte als Zugabe noch überzeugender in zwei Sprachen.

Quelle: Offenbach Post  21.10.2013

Prensa – Offenbach Post 28.05.2013

Spanisches Waldfest abgebrochen

Sehnsucht nach Andalusien

Obertshausen – Man muss es positiv sehen: Kaum ein anderer Gastgeber hätte unter diesen Bedingungen so viele fröhliche Menschen gewonnen wie der spanische Elternverein.

Am Samstagabend herrschte noch fröhlicher Trubel auf der Tanzfläche am Waldfestplatz - trotz Fußballs im Fernsehen. - M./ Foto: Michael

© Michael

Am Samstagabend herrschte noch fröhlicher Trubel auf der Tanzfläche am Waldfestplatz – trotz Fußballs im Fernsehen.

Trotz kickender Millionäre auf der Mattscheibe und kaum zehn Grad auf dem Festplatz tummelten sich am Samstag mehrere hundert Besucher an der Badstraße.

Allein der Aufmarsch an Politprominenz, die sich zum Auftakt des spanischen Waldfests ums Bierfass schart, ist einzigartig – vom Landtagsabgeordneten über den Landrat und Lokalgrößen aller Coleur bis zum Bürgermeister auf Krücken gaben sich alle die Ehre. Vorsitzender Luis Galvez begrüßte sogar eine Reisegruppe aus Malaga!

Geduld hilft nicht gegen Dauerregen

Hinter den Theken bereiteten die Südländer Paella zu, Teller mit Schafskäse, Schinken und Oliven. Vertreter anderer Vereine halfen an den Getränketheken. Die Bühne hatten sie auf den befestigten Parkplatz gestellt – ein Anliegen der Tanzbegeisterten aller Generationen. Sie ließen sich von den Rhythmen des Robert Moreno führen.

Gegen den Dauerregen am Sonntag aber half selbst die Geduld der Spanier nicht. Bereits am Mittag schlugen sie Bänke und Tische ab, Tom Jet hatte seine Instrumente erst gar nicht ausgepackt und die Tanzgruppen ihre Kleider nicht angelegt. Allein drei hungrige Gäste erkundigten sich nach der Paella, berichtete der Vorsitzende.

[Quelle – Offenbach Post]

Pressestimmen : Baile de Carnaval

Den längsten Maskenball weit und breit feierte der spanische Elternverein am Samstagabend. Er reichte von der Bühne des Kleinkunstsaals über das Bürgerhaus-Foyer und entlang des großen Saals bis zur neuen Theke am Innenhof.

maskenball

Dort schenkten Mitglieder Cuba Libre und sonnenverwöhnte Weine von der iberischen Halbinsel aus, an der Hausmeister-Loge hatte sich Roberto Moreno mit Partner positioniert. Der begehrte Musiker mit dem feurigen Repertoire ist inzwischen Hausener und beherrscht auch viele der deutschen Stimmungsschlager – freilich mit einem charmanten spanischen Akzent.

Höhepunkt des „Baile de Carnaval“ war die Wahl der originellesten Kostüme bei Mädchen und Jungen, Männern und Frauen. Rotkäppchen und der kleine Bajazzo, eine kleine Hausdame, Prinzessin, Geist und Skelett erhielten vom Landtagsabgeordneten Ismail Tipi Einkaufsgutscheine vom „Kreis freundlicher Fachgeschäfte“. Bei den Erwachsenen gewannen Kalif und Indianer sowie eine Gruppe Hippies in weiten Blümchen-Blusen und -Hosen. Die Sieger wurden an die Bar eingeladen. Vorsitzender Luis Galvez im Kaftan konnte auch zahlreiche maskierte Landsleute aus der Region begrüßen.

Quelle  OP –  29.01.2013  von Michael Prochnow